Ein Brautstrauß ist heute ein selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil in der Ausstattung einer Braut. Doch das war nicht immer so.

Heutzutage dient der Brautstrauße eher der Optik. In Zeiten der Renaissance hatte der Brautstrauß jedoch eine wichtige Funktion.So wurde der Brautstrauß früher mit gut und intensiv riechenden Blumen und Kräutern ausgestattet, der die Braut vor Ohnmachtsanfällen bewahren sollte.

In den Kirchen wurde damals viel Weihrauch geräuchert. Zudem waren die Hygienestandards damals nicht so toll, dass damals einige Bräute in Ohnmacht gefallen sind.

Mit besser werdender Hygiene hat sich dieses Problem gelegt, der Brauch wurde aber beigehalten. Und wir finden, dass das der Brautstrauß ein tolles Accessoire ist.

1. Bindeformen des Brautstraußes

Biedermeier

  • Handlich
  • Elegant
  • Schlicht
  • Kuppelförmig
  • perfekt für Hochzeitskleider der A-Linie oder „Prinzessin“

Wasserfall / Tropfenform

  • ein echter Eye-Catcher
  • elegant
  • umspielen das Brautkleid
  • passend für alle Kleider, je nach Straußlänge
  • perfekt für Hochzeitskleider
  • mit langem Schleier oder Schleppe

Bild: © Hochzeitsportal24.de // Jasmine White Photography

Zepter

  • außergewöhnliche Form
  • kostengünstiger, da weniger Blumen verwendet
  • langer Stiel mit meist kugelförmiger Kuppe
  • aber auch offene Kuppeln sind möglich
  • perfekt für Hochzeitskleider „Etui“ oder kurze Kleider

Armstrauß

  • wird auf Arm getragen, nicht in Hand gehalten
  • schlicht aber dennoch elegant
  • setzt ein schlichtes Brautkleid perfekt in Szene
  • kostengünstiger, da weniger Blumen verwendet
  • perfekt für schlichte Hochzeitskleider und „Etui“

2. Farben des Brautstraußes

3. Wann und von wem wird der Brautstrauß überreicht?

Meist treffen Braut und Bräutigam in der Kirche zum ersten Mal im Hochzeits-Outfit aufeinander. Daher wird der Strauß meist im Brautauto mitgeführt.

Der Brautstrauß wird dann vom Brautvater direkt vor der Kirche übergeben. Bei Fotoshootings vor der Zeremonie übernimmt das der Bräutigam.

Die Braut trägt dann beim Einzug in die Kirche den Brautstrauß.

4. Wer hält den Brautstrauß in der Kirche?

Es ist üblich, dass die Braut den Strauß nach dem Einzug abgibt. Ab hier übernimmt eine der Trauzeuginnen die Obhut des Straußes. Diese sollte bereits im Vorfeld darüber Bescheid wissen, nicht dass es bei Übergabe verdutzte Gesichert gibt.

Werden auf deiner Hochzeit keine Trauzeugen eingesetzt, kannst du den Strauß auch deiner Schwester, Freundin oder Brautmutter übergeben.

Du kannst den Strauß natürlich auch gern selbst halten. Der Strauß sollte zum Ringetausch an die erste Brautjungfer, Trauzeugin oder eigene Mutter überreicht werden. Er könnte dich beim Ringanstecken stören.

Beim Auszug aus der Kirche / dem Standesamt bekommt die Braut den Brautstrauß zurück.

5. Wann wird der Brautstrauß geworfen? Und warum?

Während der Hochzeitsfeier wird der Brautstrauß von der Braut rückwärts über ihre Schulter geworfen. Der genaue Zeitpunkt bleibt dem Brautpaar überlassen und wird mit in das Rahmenprogramm eingeplant. Viele Gäste erwarten diesen Brauch. Solltest du den Brauch nicht einbauen, empfiehlt es sich deine Gäste im Rahmen einer kleinen Rede – gern auch während der Ansprache – darüber zu unterrichten und auch deine Beweggründe kurz darzulegen.

Wenn du dich für das Brautstraußwerfen entscheidest und diesen auch tatsächlich wirfst, ist der Strauß weg. Denn die glückliche Fängerin darf den Strauß behalten.

Lass dir daher lieber einen Zweitstrauß zum Werfen anfertigen, damit du deinen eigenen Brautstrauß für deine Erinnerung behalten kannst.

Die Tradition besagt, dass die Fängerin die nächste Braut wird.

6. Was hat es mit dem Brautstraußstehlen auf sich?

Ebenfalls eine gängige Tradition ist das Brautstraußstehlen. Wem es gelingt, den Brautstrauß zu stehlen, darf ihn auch behalten. Es darf dann auch eine Auslöse von der Braut gefordert werden. Häufig sind das lustige Tätigkeiten, Gesangseinlagen oder auch Spenden an Vereine. Weigert sich die Braut und wird die Auslöse nicht „bezahlt“, ist der Brautstrauß endgültig weg! Also pass‘ lieber auf deinen Brautstrauß auf.

7. Was passiert mit dem Brautstrauß nach der Hochzeit?

Wenn du den Strauß aufheben möchtest, sollte der Strauß so schnell wie möglich getrocknet werden. Der Strauß darf auf keinen Fall zurück ins Wasser gestellt werden.

Trockne zunächst die Stiele ab. Dann sollte der Strauß am Besten in einen kühlen, trockenen und dunklen Raum gelagert werden. Das kann deine Abstellkammer zu Hause sein, oder ein trockener Keller.

WICHTIG: hänge den Strauß mit den Blüten nach unten auf. So erhältst du bestmöglich die Farben der Blüten!

8. Boutonnière für den Bräutigam

Die Boutonnière sind Ansteckblumen für den Bräutigam und werden am Knopfloch des Jackett-Revers befestigt / eingesteckt.

Die verwendete Blumenart sollte im Strauß der Braut zu finden sein.

Der Brautstrauß und die Ansteckblume(n) sollten auch farblich zueinander passen.

Das Boutonnière sollte im Gesamten nicht länger als 10 cm sein.

Verwendest du auch für die Trauzeugen Ansteckblumen, sollten die sich von der Boutonnière des Bräutigams unterscheiden. So kannst du z.B. mit kleineren Blumen arbeiten. Du kannst auch einheitlich andersfarbige Blumen verwenden. Je nach deinem Geschmack.

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