Früher war eine schwangere Hochzeit undenkbar. Da war die Reihenfolge klar abgesteckt: erst die Hochzeit, dann die Kinder!

Heutzutage ist eine schwangere Hochzeit normal. Eine Hochzeit mit Baby im Bauch kann sehr anstrengend werden. Dennoch du wirst zwei wunderbare Ereignisse zeitgleich erleben.

1. Der richtige Zeitpunkt

Wenn du schwanger bist, heirate nicht überstürzt. Denn damit versetzt du dich und das Baby unnötig unter Stress.

Der ideale Zeitraum für eine Hochzeit ist zwischen dem 4. und 6. Monat. Da bist du aus dem anfänglichen Groben (z.B. Übel- und Müdigkeit und anderes) raus und noch nicht in den Endmonaten. Auch ist dein Bauch in diesen Monaten noch nicht zu groß, was wichtig für deine Brautkleidanprobe ist.

In diesen Monaten kannst du deine Hochzeit genießen. Du kannst u.U. besser Mittanzen, Gäste umarmen und bist einfach mobiler.

2. Kirche & Standesamt

Ist deine Schwangerschaft weit fortgeschritten, kannst du in Erwägung ziehen, die standesamtliche Trauung von der kirchlichen zu trennen. Mache zwei Termine draus. Das minimiert den Trubel am Hochzeitstag.

Und du kannst dich besser auf die Tage vorbereiten, da sie auch nicht zu lange dauern.

Deiner Familie und deinen Freunden kannst du deinen Nachwuchs vorstellen, wenn du die kirchliche Trauung auf einen Zeitpunkt nach der Entbindung legst.

Berücksichtige dabei das „Wochenbett“ und komme erst einmal wieder zur Kräften, bevor du eine weitere große Feier planst.

3. Die richtigen Schuhe

Wir empfehlen für die gesamte Feier bequeme und flache Schuhe (z.B. weiße Sneakers, Ballerinas, usw.) zu tragen. Lediglich für deine Hochzeitsfotos kannst du dann hohe Schuhe anziehen.

Laufen in hohen Schuhen ist anstrengend und kann auf Dauer unbequem werden. Zudem steigt die Gefahr, dass du umknickst und dich verletzt. Dieses Risiko ist in hohen Schuhen höher. Zudem sind deine Sehnen und Bänder weicher als sonst.

Deine Füße werden es dir danken, wenn du auf hohe Schuhe verzichtest!

4. Das richtige Kleid

Mit Babybauch wird die Brautkleidsuche nicht schwerer. Denn die Brautmodenbranche hat den Trend wahrgenommen, sodass es heute umwerfende Umstandsbrautmode gibt.

A-Linie oder Empire-Stil sind besonders gut geeignet. Wähle ggf. ein langes Kleid, wenn du unter Wassereinlagerungen an den Beinen leidest. Das verdeckt die Kompressionsstrümpfe.

Wenn du dein Umstandsbrautkleid mietest, bedenke dabei, dass dein Babybauch in wenigen Wochen ganz anders aussehen wird. Plane also unbedingt genügend Stoff ein.

Achte darauf, dass dein Kleid bequem an dir sitzt. Ein hoher Stretch-Anteil ist hier von großem Vorteil.

5. Ehering & Accessoires

Deine Finger können in der Schwangerschaft angeschwollen sein (Wassereinlagerungen).

Somit würde deine normale Ringgröße nicht passen.

Wir empfehlen daher, einen Übergangsring zu kaufen. Dieser dient eher der Symbolik und dass du etwas beim Ringetausch an dem Finger hast. Daher sollte der Übergangsring nicht teuer sein. Nach der Geburt kannst du dann deinen richtigen, besonderen Ring tragen.

Auch als schwangere Braut kannst du Schleier, Schmuck und Brautstrauß tragen.

Selbstverständlich kannst du auch Dessous tragen. Achte dabei auf einen gut sitzenden BH und stützende Strümpfe.

6. Die Organisation

Die Planung einer Hochzeit bedeutet in den meisten Fällen Stress und Druck.

Delegiere die Aufgaben daher von Anfang. Das gibt die viel Freiraum – ja, auch zum Ausruhen – und du kannst dich auch überraschen lassen.

Behalte bei allen Dienstleisterverträgen im Hinterkopf, dass du einige Dinge im Ernstfall kostenfrei stornieren können solltest, sollte die Entbindung unerwartet frühzeitig einsetzen.

Vermeide darüber hinaus mehrere Ortswechsel, die stressig sein können und zudem den Tag in die Länge ziehen. Plane ausreichend Verschnaufpausen ein.

Wähle Locations aus, die für dich gut zu Fuß zu erreichen sind. Meide viele Treppen und holprige Wege.

7. Essen & Trinken

Als Schwangere solltest du auf Alkohol und bestimmte Nahrungsmittel verzichten.

Teile deinem Caterer, Konditor und Restaurant mit, was du essen und trinken darfst.

Wenn deine Gäste Essen mitbringen, teile ihnen vorab eine Liste für die Zubereitung mit, z.B. Tiramisu mit rohem Ei und Alkohol ist tabu.

Ebenso ist rohes Fleisch und roher Fisch tabu. Beim Sektempfang musst du nicht als Einzige mit Orangensaft in der Hand dastehen. Peppe alkoholfreien Sekt mit leckerem Fruchtsirup auf. Damit begeisterst du auch andere Gäste.

Wie du deine Getränke aufpeppen kannst, haben wir dir hier zusammengestellt.

8. sonstiges Wissenswertes

Lass dir einen ruhigen Junggesellinnenabschied von deinen Freundinnen planen z.B. einen gemütlichen Filmeabend oder einen entspannenden Wellness-Tag.

Wellness-Tage eignen sich auch perfekt für die Flitterwochen. Je nach Schwangerschaftsfortschritt kannst du aber auch fliegen.

Informiere dich über Krankenhäuser an deinem Reiseziel und den Weg dorthin.

Schließe zur Not eine Reiserücktrittsversicherung ab, sollte die Geburt früher beginnen.

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